“Wie ist das eigentlich, wenn man ein Haustier z.B. einen Hund hat und dann das Elternhaus verlässt um Studieren zu gehen?”

Machbar, aber aufwändig und zeitraubend.

Wenn man als Mensch primär die Verantwortung für ein Tier übernommen hat, dann ist es eine logische Konsequenz, das ein dieses Lebewesen auch in die Lebensphase “Studium” begleitet. Und man hat selbstverständlich dafür Sorge zu tragen, den Bedürfnissen des Tieres auch im Alltag gerecht zu werden. Das Tier hat sich das Studium seines Besitzers nicht ausgesucht und genießt das Gewohnheitsrecht, denn es war “vorher” schon da. Daher es verdient die Berücksichtigung bei allen Plänen, die einen Einschnitt im Leben darstellen.

Natürlich hat man eigentlich andere Sorgen und entdeckt z.B. die Freiheit der Eigenständigkeit. Da sind Verpflichtungen – wie z.B. ein Tier – nicht unbedingt so gewünscht, aber ein Tier ist kein Spielzeug das man einfach mal beiseitelegen könnte. Wobei es natürlich einen Unterschied macht, welches Tier man sein eigen nennt: Fische, oder Vögel machen weniger Aufwand als Nagetiere, Katzen dagegen etwas mehr und Hunde wohl am meisten. Behaupte ich jetzt einfach mal.

Mein Alltag wird durch eine Hündin bereichert, womit ich mich (ungewollt ;)) in meiner Auflistung in die Königskategorie einordne. Denn Hunde verlangen meiner Meinung nach mehr Zeit, als andere Haustiere: Sie wollen regelmäßig ausgeführt werden, was bedeutet das man mehrmals am Tag für 30 bis 90 Minuten das Haus verlässt. Diese Zeit widmet man ganz dem Tier, auch bei Regen, oder Schnee. Meistens stellt es eine willkommene Abwechslung im Alltag da um den Kopf frei zu kriegen – gelegentlich nervt es aber auch.

Eine wichtige Erkenntnis, die man als studierender Hundebesitzer schnell bemerkt ist: Ohne Hilfe geht es nicht. Man benötigt ein möglicht weit gespanntes Netz aus zwei Typen von Menschen: einerseits Leuten die bereit sind Hundesitter zu spielen, oder die andererseits bereit sind den Hund als Begleitung zu akzeptieren. Verständlicherweise möchte nicht jeder das mich der Hund begleitet, unabhängig davon ob es um einen Spieleabend, oder eine Lerngruppe geht. Man muss also vorausplanen.

Letztendlich das wichtigste überhaupt: Man benötigt einen Plan. Wann habe ich Uni, Sport, etc.? Wann muss ich mit dem Hund raus und wann kann ich nicht? Und wer kann dann? Und wenn wir weggehen, wo kann der Hund mit und was muss ich dabei ggf. beachten? Aber dafür genießt man auch viele Vorteile: Man kommt an die frische Luft, lernt schnell andere Hundebesitzer kennen, hat (sofern der Hund das mag) immer jemanden zum kuscheln und aufmuntern, u.v.m….

Letztendlich ist das alles gut machbar, geht allerdings deutlich zu lasten der Spontanität. Aber das ist wohl ein allgemeines Merkmal von “Verantwortung übernehmen”.