Wieder einmal war ich in der Sneak Preview, diese Woche erfreute uns das Kino zu meiner großen Freude mit “Super 8“. Endlich mal ein Film, den ich schon seit dem ersten Teaser-Trailer unbedingt im Kino sehen wollte. Wenn auch mit einer kurzen Phase der Skepsis nach dem ersten richtigen Trailer, aber nur einer kurzen…

Das Gespann J. J. Abrams und Steven Spielberg lässt bereits einiges über diesen Science-Fiction-Film erahnen, dessen 112 Minuten Laufzeit für nur $ 50 Mio gefüllt wurden. Der Film spielt 1979 und eine Gruppe von Teenagern dreht in einer fiktiven Kleinstadt einen Super-8 Film für einen Wettbewerb. Mit dabei sind auch Joe (Joel Courtney) und Alice (Elle Fanning), die  zunächst Zeugen eines seltsamen Zugunglücks werden und dann viele unerklärlichen Ereignisse in ihrer Kleinstadt bemerken. Anscheinend ist irgendein Wesen, das in diesem Zug war, beim Unglücks entkommen. Während sich die Airforce um Vertuschung bemüht, drehen sie ihren Film weiter und versuchen das Geheimnis zu lüften.

Ich muss zugeben, die Story wirkt nicht außergewöhnlich und tatsächlich ist sie es auch nicht. Aber immerhin sie ist unterhaltsam und mitreißend genug um beim Zuschauen keine Langeweile aufkommen zu lassen – auch wenn man sich immer gut denken kann was wohl als nächstes passieren wird. Allerdings hätte man gut einige der Nebenhandlungen weglassen können, da vieles leider nur angerissen wurde, oder Ereignisse ohne jede Konsequenz blieben. Aber auch wenn sich die Story etwas in Kleinigkeiten verheddert, wurden grade die filmenden Teenager gut und glaubwürdig in Szene gesetzt..

Der Film war ein ambitioniertes Projekt, das im großen und ganzen seine Ziele erreicht: Ich habe mich eigentlich die ganze Zeit über in die 70er Jahre zurückversetzt gefühlt, was sicher vor allem am überzeugenden Look der Sets und der guten Ausstattung gelegen hat. Insgesamt gut waren auch die visuellen Effekte, allerdings manchmal auch leider etwas übertrieben. Und obwohl ich zunächst daran gezweifelt habe, muss ich eingestehen, dass mir die jungen Schauspieler sehr gut gefallen haben, grade auch weil sie die Story erstaunlich gut tragen konnten.

Ein großes Manko muss ich allerdings ansprechen: Klar könnte man erahnen, dass sich der Film möglicherweise an die Science-Fiction Klassiker von Spielberg anlehnen würde. Und wenn man eine derartige Story erwarten würde, dann gefällt einem das Ende vielleicht. Aber ich persönlich hatte andere Erwartungen an den Film und dieses Ende nur schwer nachvollziehen können, es war einfach zu viel und zu… Es hat aus meiner Sicht einfach nicht gepasst und einiges vom gesamten Vergnügen des Filmes genommen.

Für den Film sprechen als Pluspunkte der großartige Look, die wunderbar spielenden Teenager und natürlich: der authentische Dreh eines Films im Film, sowie ganz besonders dessen Vorführung während des Abspanns. Dagegen stehen die Minuspunkte der viel zu kleinteiligen Story mit einem vermurksten Ende und das Wesen selbst, auch wenn es lange Zeit sehr gut nur angedeutet wurde – zum Glück! Wahrscheinlich wirkt der Film nur im Kino wirklich richtig gut, deswegen sollte man ihn auch dort gesehen haben. Wohl eher entbehrlich dürfte allerdings die DVD zum Film sein.