Dieser Text ist vor allem eine Notiz an mich selbst, die ich zum Zweck des “von anderen bei Bedarf daran erinnert werden” hier veröffentlicht habe. 

Am Ende des Tages nutzt es nichts, zu etwas aufgerufen zu haben. Es brachte nichts, offene Briefe, Pamphlete oder Manifeste zu verfassen. Egal wie engagiert du warst.

Ich will nicht mehr ständig reagieren. Immer darauf warten, was irgendwelche Medien über irgendwas schreiben. Regelmäßig darauf lauern, was die anderen Menschen in meiner Partei machen. Ständig in der Hoffnung bei anderen Fehler zu entdecken um dann voller Häme und Spott darauf zu zeigen.

Ich will nicht anderen Menschen Macht über mich geben, indem ich ihnen diese zugestehe. Mir ist egal, welcher Mensch aus welcher Motivation heraus in einem Amt ist. Hauptsache er erfüllt seine Arbeit. Ich bin nicht in einer basisdemokratischen Partei um mir ständig darüber Gedanken zu machen wer als Vorstand “verwaltend tätig” sein darf. Aber ich will mir auch von niemand sagen lassen, egal ob nun Vorstand, Koordinator oder Imperator, welche inhaltlichen Dinge ich zu Tun oder Lassen habe oder auf welche Art und Weise.

Ich will Politik gestalten. Ich will aktiv sein. Ich will mich einbringen. Aber in Diskussionen über Themen, nicht in Metadiskussionen über irgendwas – oder noch schlimmer: über Personen. Ich will gemeinsam mit Menschen arbeiten, die sich für politische Arbeit interessieren. Ich will immer auf den Rat von Menschen hören, die mir wichtig sind. Und wenn ich etwas nicht ertrage, dann werde ich es konsequent aus meiner Filterblase ausblenden – für mein Wohlergehen.

Und darum diese Notiz (in Kurzform) an mich selbst:

  1. Mach dein Ding.
  2. Sei Aktiv und handle, sei nicht Passiv und reagiere nur auf andere.
  3. Sorge dafür, dass dein Fänchen durch den Fahrtwind seine eigene Richtung einschlägt.
  4. Lass alle Menschen ihr eigenes Ding tun, aber gestehe ihnen niemals mehr als eine verwaltende Macht über dich zu.
  5. Gehe innerhalb eines Themas nicht auf Nebelkerzen oder Metadiskussionen ein.
  6. Egal aus welchen Gründen, wenn du etwas nicht erträgst, ignoriere es.