Die Sara hat in ihrem Blog den “Healty Tuesday” ausgerufen und heute einen Beitrag mit Tipps Zur Prüfungsvorbereitung gepostet. Weil ich die Idee total gut finde – und vor nicht allzu langer Zeit selbst mein Staatsexamen hinter mich gebracht habe – hier auch noch ein paar Tipps von mir.

Inhalte auswählen

Es ist wichtig, sich erstmal einen Überblick von den möglichen Inhalten der Prüfung(en) zu verschaffen. Es geht dabei nicht nur darum, festzustellen was man theoretisch alles für die Prüfungen lernen müsste, sondern auch einzuschätzen wie viel Aufwand welches Thema erfordert und wie groß der zu erwartende Nutzen sein würde. Denn es macht wenig Sinn, viel Zeit und Mühe in das lernen eines Themas zu investieren, was in der Prüfung nur einen winzigen Anteil hat. Das gilt insbesondere für Prüfungen, große Themengebiete (z.B. Anatomie) oder mehrere Fächer auf einmal enthalten. Außerdem gilt es die Nachhaltigkeit des gelernten Wissens der Prüfung einzuschätzen, gerade bei den Grundlagenfächern wie Anatomie, Biochemie und Physiologie empfiehlt es sich Inhalte auf Verständnis zu lernen – bei den kleinen bzw. Nebenfächern kann man sich aber auch gezielt mit Altklausuren, etc. nur auf die jeweilige Prüfung vorbereiten. Man kann niemals alles verstanden haben und – so ist zumindest meine persönliche Erfahrung – gelegentlich ist zu viel Wissen auch hinderlich in den Prüfungen.

Angenehme Atmosphäre schaffen

Wenn man sich überlegt hat, was man tatsächlich – und in welcher Intensität – lernen will, dann gilt es sich die jeweils am besten passende Arbeitsumgebung zu schaffen. Mancher Mensch lernt am besten aus ausführlichen Lehrbüchern in der Bibliothek, andere Menschen mit den Vorlesungsfolien, eigenen Notizen am heimischen Schreibtisch nach Mitternacht. Die Situation muss nur für einen selbst optimal gewählt sein, weswegen es wenig Sinn macht, sich dabei nach anderen zu richten. Aber: Es ist wichtig, sich mit mehreren Sinne mit den Inhalten zu beschäftigen, einfach nur lesen reicht nicht aus. Man kann Mindmaps malen, Notizbücher vollkritzeln, sich selbst Sachen vorsprechen, Post-Its in der Wohnung verteilen, aus Knete oder Lego Dinge basteln. Die Möglichkeiten sind unendlich groß, entscheidend ist die Abwechslung. Nichts ist schrecklicher als eintöniges lernen, deshalb: Wenn man gefühlt nicht so richtig weiterkommt, einfach den Mut haben etwas zu verändern und ausprobieren ob es dann besser klappt. Es gibt keinen perfekten Weg.

Ausgleich schaffen

Und mindestens ebenso wichtig ist es, das “drumherum” gut zu gestalten. Das heißt zum einen braucht es einen Ausgleich neben dem Lernen. Das kann sein gemeinsam mit anderen Menschen in regelmäßigen Pausen einen Kaffee in der Bibliothek trinken gehen, oder sich alleine die Füße zu vertreten. Entscheidend ist dabei, den Kopf frei zu kriegen und nicht nur über die Prüfung nachzudenken, im Sommer kann man sich auch einfach nur mal in die Sonne raussetzen. Ansonsten ist alles erlaubt: von Wohnung putzen über Sport (z.B. Joggen oder Schwimmen), bis hin zu Bücher lesen, etwas Malen oder auch mal ein entspannendes Bad nehmen. Wenn man das nicht alleine machen will, empfiehlt es sich das gemeinsam mit einem Menschen zu tun, der/ die nichts mit der Prüfung zu tun hat. Und ganz wichtig: Wenn einem der Kopf platzt, alles stehen und liegen lassen und etwas anderes machen. Sich mit Gewalt dazu zwingen, etwas zu lernen klappt einfach nicht. Zum Ausgleich gehört übrigens auch ausreichend viel Schlaf, denn der ist wichtig um das gelernte in seinem Kopf sortieren zu können und auch um sich von der anstrengenden Zeit erholen zu können! Am Besten nimmt man sich feste Zeiten vor, zu denen man mit einem Ritual ins Bett geht und versucht sich zu entspannen… irgendwann kommt der Schlaf. Zur Not kann man auch noch etwas Lesen, oder ein Hörspiel anhören. Allerdings nichts, was den Geist anstrengt!

Ansonsten darf man sich in der Vorbereitungszeit zu Prüfungen auch ruhig mal was gönnen, insbesondere was das Essen angeht. Selbst wenn man das nicht möchte, sollte man darauf achten sich einigermaßen ausgewogen zu ernähren, denn mit hungrigem Magen lernt es sich schlecht. Ganz toll sind Obst, Gemüse in allen erdenklichen Variationen. Wobei natürlich auch – gerade während des eigentlichen Lernens – Süßigkeiten völlig okay und erlaubt sind. Falls man sich da etwas “zähmen” möchte, kann man sich die Süßigkeiten auch prima als kleine Belohnungen für erfolgreiches Lernen (z.B. nach jedem geschafften Kapitel, etc.) einteilen. Nicht zu unterschätzen ist übrigens das Trinken, es ist wichtig ausreichend viel zu trinken, auch wenn es einen dann vielleicht eher aufs Klo treibt. Und nur Kaffee, Red Bull und Cola zählen hier nicht… 😉 Wobei auch das natürlich relativ ist… Es nützt nichts, ausgerechnet in der Vorbereitung einer Prüfung anders machen zu wollen.

Um das wichtigste in einem Satz zu sagen: Wenn man schon lernen muss, dann sollte man das drumherum möglichst angenehm gestalten, dass trägt nämlich viel zum Erfolg bei.