Hier ist übrigens für Neugiere meine Rede, die ich gestern im Rahmen meiner Kandidatenvorstellung auf der #AVGrr gehalten habe:

Hallo zusammen, ich bin Jens Christoph Steltner, euch vielleicht auch bekannt als “nplhse” bzw. der Buchstabensalat. 😉

Aber wer bin ich eigentlich?

Ich bin Mensch, zur Zeit 26 Jahre alt, geboren in Gelsenkirchen im Ruhrpott. Bin dort aufgewachsen, habe mein Abitur gemacht und meinen Zivildienst absolviert. Anschließend wurde ich von der ZVS zum Medizinstudium nach Marburg geschickt und habe dort die letzten 6 Jahre gelebt und studiert.

Ich bin Arzt und werde voraussichtlich demnächst meine Ausbildung zum Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie im Großraum Frankfurt beginnen.

Desweiteren bin ich auch mehr oder minder fleißiger Übersetzer bei Was hab‘ ich, weil ich dazu beitragen will, dass die Menschen mehr von dem verstehen, was ihnen von ihren Ärzten gesagt wird.

Außerdem bin ich Blogger mit meinem privaten Blog, den “Brunnengesprächen” und “Inside Medicine”. Und ich bin Podcaster, mit dem ebenfalls medizinischen “Panikcast“, sowie einem Podcast mit den “Jungen Piraten”.

Aber seit Frühjahr 2010 bin ich auch – sonst würde ich hier heute nich stehen – Pirat. Ich habe seitdem verschiedene Phasen durchgemacht, hier ein kurzer Abriss:

  • Gründung des Kreisverbands Marburg-Biedenkopf. Anschließend erster Schatzmeister, wobei ich viele Strukturen für die Verwaltung aufgebaut habe.
  • Ich widme mich vor allem der Gesundheitspolitik, das heißt ich arbeite in der AG Gesundheitspolitik mit, betreue die hessische Themenseite Gesundheit und bin Verantwortlicher für den hessischen AK Gesundheit. Dabei habe ich unter anderem das erste programmatische vMB zum Rückkauf des Universitätsklinikums Gießen und Marburg organisiert.
  • Ich kümmere mich um programmatische Arbeit innerhalb der Partei, vor allem mit dem Fokus auf die Vorbereitung von Parteitagen.
  • Unter anderem mit “#JedenTageinAntrag“, für den BPT 2012.2, und den hessischen LPT 2012.3. Mehreren Antragsbesprechungen als Podcasts. Und dem Programmfeedback zum letzten Landesparteitag.
  • Manchmal mache ich auch organisatorisches, z.B. beim Bundesparteitag 2012.2 in Bochum als Assistent des Versammlungsleiters, oder beim Bundesparteitag 2011.2 in Offenbach im Infoteam und an der Garderobe.

Mit den vielen Aktionen, an denen ich sonst beteiligt war, der Zahl der MLs, die ich lese oder der gleichen will ich euch nicht weiter langweilen. Ich bin aktiver Pirat und das wisst ihr auch.

Was ich will

Ich will nicht mer als Bittsteller darauf angewiesen sein, dass andere Parteien meine Interessen möglichst gut umsetzen.

Ich will nicht draußen vor der Türe stehen und rufen, sondern mit den anderen Parteien an einem Tisch sitzen und mitreden, mitdiskutieren und mitentscheiden.

Außerdem will ich als Teil des politischen Systems darauf hinwirken, es aus sich selbst heraus zu verbessern.

Darum will ich als Abgeordneter für uns PIRATEN in den Bundestag.

Warum ich?

Ich bin erfahren in der Arbeit als Team, und habe auch selbst schon Teams angeleitet. Ich bin in der Lage mich schnell und zielorientiert mit großen Mengen an Stoff auseinanderzusetzen. Ich bin fähig mich eigenverantwortlich und autodidaktisch in neue Situationen und Prozesse einzuarbeiten. Außerdem bin ich diplomatisch und erfahren darin, zwischen verschiedenen Positionen zu vermitteln.

Ich kann auch unter hohem Druck und großer Arbeitsbelastung noch zuverlässig und verantwortungsbewusst handeln. Ich kann Arbeitsabläufe organisieren und moderieren.

Ich reflektiere meine Handlungen, bin in der Lage meine Fehler zu erkennen, diese auch öffentlich einzugestehen und mit den Konsequenzen verantwortlich umzugehen.

Und ich habe (vor kurzem) im Rahmen meiner Hospitation bei den großartigen ELF-Piraten im Frankfurter Römer gemerkt, dass ich Spaß an der mit dem parlamentarischen Alltag verbundenen Arbeit finde.

Was habe ich als Abgeordneter vor?

Wir als PIRATEN stehen was parlamentarische Arbeit angeht noch ganz am Anfang, das bedeutet die Abgeordneten im Bundestag werden vor allem mit Lernen beschäftigt sein.

Obwohl wir eigentlich noch kaum Ahnung von dem Job haben, werden wir natürlich an unseren Erfolgen, bzw. Misserfolgen gemessen werden. Das bedeutet für mich vor allem, dass – auch ich als einzelner Abgeordneter – eine Verantwortung dafür trage, dass:

  • wir PIRATEN vorallem als Stimme für unser Programm und unsere Themen wahrgenommen werden und dass wir keine politischen Entwicklungen verschlafen.
  • wir PIRATEN uns für mehr Offenheit und Transparenz der demokratischen Strukturen einsetzen, sowie eine größere Beteiligung von Menschen.
  • wir PIRATEN die klassischen Muster der Parteienpolitik aufbrechen, um einen frischen Wind und neue, innovative Ideen in den parlamentarischen Alltag einzubringen.
  • wir PIRATEN als Abgeordnete nicht die Verbindung zu den Menschen außerhalb der Blase des Bundestags bzw. unserer Partei verlieren.

Aber ich denke es ist falsch hier und heute klare politische Ziele zu definieren, denn wir stehen noch ganz am Anfang eines langen Prozesses und werden als kleinste Oppositionsfraktion faktisch nur wenig (selbstständig) erreichen können.

Die weitaus wichtigere Aufgabe wird der Aufbau einer leistungsfähigen Fraktion und ihre funktionsfähige Anbindung an die Basis der Partei und die Bürgerinnen und Bürger sein. Hier werde ich mich einbringen und mich insbesondere dafür einsetzen unsere diversen internen Werkzeuge und Prozesse hierfür zu evaluieren und ggf. zu etablieren.

Ich will mich thematisch in den Gesundheitsausschuss einbringen, bin aber nicht nur darauf beschränkt. Und letztendlich geht es mir vor allem darum eine neue, eine andere Art und Weise der Politik zu etablieren.

Egal was ich am Ende machen werde: Es wird viel Arbeit bedeuten, die ich niemals alleine, sondern nur gemeinsam mit eurer Hilfe – sowohl als einzelne Piratinnen und Piraten bzw. Bürgerinnen und Bürger, als auch gemeinschaftlich als AGs und AKs – bewältigen können werde. Ich bin nur ein einzelner Mensch, der stellvertretend für eine Partei, stellvertretend für euch gewählt werden kann.

Also warum solltet ihr mich wählen?

Ich bringe die für einen MdB erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse für Gesundheitspolitik mit. Ich hab euch meine konstruktive Arbeitsweise, meine Organisationsfähigkeit und meine Belastbarkeit unter Beweis gestellt. Und ich habe Bock drauf das für und mit euch zu machen. Also wählt die 23!