Symbolbild II: Vorfreude

Fast reife Erdeeren in meinem kleinen feinen Beet im Garten

Das Beste daran, diverse Pflänzchen in einem eigenen Beet munter vor sich hin wachsen zu lassen, ist eindeutig die Vorfreude des Gaumens. Diese Erdbeeren beispielsweise sind ein hervorragendes Beispiel dafür, obwohl sie vorher noch ein paar Tage die Sonne genießen werden müssen.

Aber das gibt mir die Gelegenheit noch rechtzeitig ein Glas Sahne zu besorgen, die dann fast magisch – mit reiner Muskelkraft – in Schlagsahne verwandelt werden wird. Schließlich gibt es kaum etwas wundervolleres als Erdbeeren aus dem eigenen Garten und dazu eine ordentliche Portion richtiger Schlagsahne.

Und auf genau den Moment, indem die zuvor in Schlagsahne getauchte Erdbeere, meinen Gaumen berühren wird, freue ich mich jetzt schon – wie ein Zaunkönig.

More

The Hangover: Part II. Wie wars?

Die Sneak Preview dieser Woche ist der Anlass für diesen Beitrag, zu sehen gab es wie der Titel schon verkündet “The Hangover: Part II” – im Originalton.

Kurz ein paar Eckdaten: Der aus der Feder von Todd Phillips stammende Film füllt für knappe $80 Mio Produktionskosten insgesamt 102 Minuten, dabei spielen mit Bradley CooperEd Helms, Zach GalifianakisJustin Bartha und Ken Jeong im Wesentlichen wieder die selben Darstellern wie im ersten Teil mit. Ebenfalls wie im ersten Teil geht es wieder um einen Junggesellenabschied, der natürlich dramatisch aus den Fugen gerät und an dessen Ablauf sich keiner der Beteiligten am folgenden Tag mehr erinnern kann. Im Laufe des Filmes wird das Rätsel um die Geschehnisse dann nach und nach aufgelöst, mit eher weniger als mehr Überraschungen.

Klingt so als hätte man versehentlich den selben Film nochmal gedreht und tatsächlich, abgesehen vom Schauplatz der diesmal Bangkok statt Las Vegas ist, trifft das auch zu. Vieles hat man bereits gesehen, auch wenn man sich dafür erstaunlich gut unterhalten fühlt. Denn die meisten Gags funktionieren und das Spiel mit den üblichen Klischees geht größtenteils ziemlich gut über die Bühne. Auch wenn es mir persönlich an der einen oder anderen Stelle etwas zu weit ging und eher lächerlich oder zu gewollt wirkte.

Dafür verläuft die Geschichte deutlich unverständlicher als im ersten Teil, fast so als wäre während des Drehs aufgefallen das Anfang und Ende noch nicht so ganz zusammenpassen. Wahrscheinlich sind so die zwischenzeitlich sehr schwachen Passagen entstanden, in denen die Handlung kaum vorwärts kommt, nur damit es dann plötzlich einen unerklärlichen Sprung nach vorne gibt. Und ich lasse schon außer Acht, dass die ganze Geschichte schon sehr an den Haaren herbei konstruiert wirkt und fast komplett vorhersehbar ist.

Die einzigen gefühlten Pluspunkte sind der sehr gut passende Soundtrack, die vielen unterhaltsamen Nebenrollen und der herrlich dreckige Großstadtlook von Bangkok. Allerdings fallen die Minuspunkte in Form der praktisch bekannten Geschichte und der gänzlich fehlenden Originalität deutlich mehr ins Gewicht. Meiner Meinung nach genügt es völlig, wenn man wartet bis der Film auf DVD in der “Nur 4,99 €” Sektion erhältlich ist.

More

Ein Blog starten. Warum?

“Wozu soll man sich in der heutigen schnelllebigen Twitter-Zeit noch mit sowas wie einem Blog abgeben, geschweige denn selbst eins aufsetzen und betreiben?”

Weil man es kann, vielleicht sogar sollte.

Jeder Mensch trägt permanent viele Gedanken mit sich selbst durch die Gegend, die meisten davon verhallen im Wirrwar des Alltages. Einige davon lassen sich durch Microblogging wie Twitter auch zufriedenstellend in die Welt hinausschreien, insbesondere weil sie damit direkt am Puls der Aufmerksamkeit landen. Aber wenn die Aufregung vorbei ist, dann verschwinden die Tweets wieder im Meer des Vergessens.

Das passt hervorragend in die heutige Zeit, in welcher der Medienzirkus rastlos von einem Thema zum nächsten Zeit und etwas nur so lange die Massen berührt, bis es durch Nachfolger ersetzt wird. Mich persönlich macht das allerdings ziemlich Müde und lässt mein Interesse an den so genannten Massenmedien deutlich abnehmen. Denn: Ich suche gehaltvolle Informationen, Blicke hinter die Kulissen, tiefgründige Analysen und ähnlichen Kram… Die Hysterie interessiert mich höchstens ganz am Rande.

Durch das Internet als Werkzeug kann inzwischen jeder zu einem Sender werden und sich und seine eigene Expertise öffentlich anbieten. Und deswegen sind Blogs so spannend, zwar sind auch sie nur ein Medium und oftmals genau so schnelllebig wie die “großen” Massenmedien. Aber hier handelt es sich eher um ein Filterproblem, da man sich nur auf die jeweils für das eigene Empfinden passenden Blogs beschränken kann.

Was einem nicht passt, das liest man einfach nicht und erspart sich den Ärger. Dagegen ergibt sich häufig über Verlinkungen und Kommentare ein Bild eines Themas, das man sich auf herkömmlichen Weg niemals selbst hätte erschließen können. Und das allerbeste: Man kann mit nur ein paar Klicks eine Zeitreise unternehmen und in der Vergangenheit erstellte Inhalte erforschen. Ist das nicht einfach großartig?

Der Punkt ist jetzt: Meiner Erfahrung nach hat praktisch jeder etwas zu sagen, was prinzipiell beliebig viele andere Menschen interessieren kann. Meistens hapert es nur am Zusammenkommen von Sender und Empfänger. Und wenn man selbst ein Blog aufsetzt, dann kann man auch an dieser wabernder Masse partizipieren und ermöglicht es potenziell interessierten Empfängern die eigenen Gedanken und Inhalte zu finden.

So können sich mehr Menschen können sich an ansonsten verlorenen Gedanken erfreuen. Warum sollte man sich vor diesem Hintergrund nicht sofort ein Blog einrichten wollen? Eine helfende Hand dafür wird man jedenfalls leicht finden.

More

Symbolbild I: Party

Nasse verbrannte Holzreste in einer Grillschale

Alles beginnt mit den Vorbereitungen, erst den Zunder und dann die Holzscheite. Die Gäste kommen und der Funke springt über. Erst gemächlich, dann schnell an Intensität zunehmend. Schließlich schlagen die Flammen hoch, voller Leidenschaft und Lebensfreude.

Beharrlich kommen neue Holzscheite dazu, ganz so als wollte man das Feuer in dieser Nacht bis ins unermessliche Steigern. Irgendwann beruhigt sich alles, alle scharen sich wie in Trance um die rötlich glimmende Glut und genießen die abgestrahlte Wärme. Dann der unvermeidliche Aufbruch, denn es ist schon spät.

Für das Feuer bleibt nur ein großzügiger Schuss kaltes Wasser übrig. Und alles was bleibt ist nasse, dreckige Asche in einer feuerfesten Schale. Am nächsten Morgen.

More

Der Anfang

Heute um diese Uhrzeit vor genau fast 25 Jahren war es soweit, ich bin hier auf dieser Welt angekommen. Und nach langem hin und her – einschließlich der erfolglosen Suche nach einer WordPress Alternative – habe ich mich dazu entschlossen hier ohne weitere große Worte (wieder) ein Blog einzurichten.

Denn: Schließlich kommen in der mittel- bis langfristigen Zukunft viele Dinge auf mich zu, die ich gerne in die Weiten des Internets hinausschreiben will. Und ich hoffe nun, dass ich genügend Zeit, Motivation und Gelegenheiten zum bloggen haben werde.

Also, auf gehts… Der Anfang ist gemacht!

Nachtrag: Dieser Beitrag hätte automatisch von WordPress um 22:44 veröffentlicht werden sollen, was – wegen einer falsch Eingestellten Zeitzone – nicht funktioniert hat. Ich habe das jetzt im Nachhinein von Hand gemacht… Super Start, würde ich sagen.

More