Junge Piraten Podcast | Die Bundesmitgliederversammlung

Das Warten hat ein Ende! Vorgestern habe ich endlich gemeinsam mit PaulPrauscher und Ubuciko die zweite Folge des neuen Podcasts der Jungen Piraten aufgenommen. Diesmal haben wir uns über die kommende Bundesmitgliederversammlung und das Aufhängen von Socken unterhalten.

Das Ergebnis findet sich drüben auf der Website der Jungen Piraten, dort gibt es auch die Audiodatei mit Shownotes zum runterladen, den Feed zum abonnieren und die Kommentare zum Feedback geben.

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Die zunehmende Eskalation unserer Kommunikation muss enden

Einige Entwicklungen im Landesverband Hessen der letzten Zeit lassen mich nicht nur ratlos und frustriert werden, sondern führen inzwischen zu Fassungslosigkeit meinerseits. 

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Konflikten, die in erstaunlicher Regelmäßigkeit wieder aufflammen und von vielen beteiligten Menschen mit unglaublicher Vehemenz und unfassbar destruktiv ausgetragen werden. Dabei lässt sich ein wiederkehrendes Muster beobachten: Es wird postuliert es würde eine “richtige” Seite geben, auf der wie “wahren Piraten” stehen und alles andere wären nur Störenfriede, Trolle und ganz sicher maximal “Parteimitglieder” (diese Wörter sind tatsächlich so gefallen!). Außerdem sei auch noch ausgerechnet dieser Konflikt entscheidend dafür, ob die PIRATEN als Partei eine Zukunft hätten, oder ob sie wahlweise entweder untergehen oder sich dem System anpassen.

Sicher haben alle daran beteiligten Menschen jeweils ihren Teil beigetragen und ich will niemandem eine persönliche Schuld zuschreiben. Aber das inzwischen übliche postulieren von “Lagern” und der Einsatz von sehr eindeutig kämpferischer Sprache und das fast reflexhafte handeln im Sinne von “Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!” und “Der Zweck heiligt die Mittel!” sind sehr problematisch. Denn es scheint derzeit nur eine einzige Richtung zu geben:

Eskalation.

Wenn diese Entwicklung kein Ende findet, dann haben wir als Partei unseren Zenit leider überschritten und werden zukünftig kaum noch weitere Wahlerfolge feiern können. Weil die Bürger*innen in diesem Land diesen permanenten Streit sehr wohl (auch ohne Medien) wahrnehmen und wir motivierte Mitglieder innerhalb unserer Strukturen sprichwörtlich verbrennen. (Diesen Absatz habe ich gestrichen, weil er kontraproduktiv war und genau das auch gemacht hat, was ich eigentlich kritisiert habe. Danke für das Feedback, Kia!)

Ich will hier keine Rede im Sinne von “Habt euch alle wieder lieb” halten, sondern euch dringend dazu aufrufen euer eigenes Verhalten zu reflektieren und mit der weiteren Eskalation aufzuhören. Die ersten Schritte zur Deeskalation muss jeder von uns selbst gehen. Es geht überhaupt nicht darum zu klären wer nun Schuld trägt, oder gar wer Recht hat, sondern einfach um die Deeskalation als notwendigen Teil unseres zwischenmenschlichen Umgangs.

Und weil ich keine Lust darauf habe irgendwelchen “Lagern” zugeschrieben zu werden, oder mich gar einem zuordnen zu müssen, werde ich mich zukünftig aus diesen innerparteilichen Diskussionen heraushalten.

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Gesundheitskongress der PIRATEN

Dieses Wochenende bin ich beim Gesundheitskongress der PIRATEN im Unperfekthaus in Essen. Es gibt für das tolle Programm zwar auch einen Stream (Sa, So), aber ich habe gehört, dass trotzdem alle an Gesundheitspolitik interessierten Menschen als Gäste willkommen sind… 😉

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Piratengedanke | Von einer Landesregierung, die mit dem Betreiber einer Ionenkanone überfordert ist

Ich habe übrigens auf der Seite der Piratenpartei Hessen einen Piratengedanken mit dem Titel “Von einer Landesregierung, die mit dem Betreiber einer Ionenkanone überfordert ist” veröffentlicht.

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Wohin des Weges lieber Marburger Bund?

In seiner Mitgliederzeitung vom 25. Januar berichtet der Marburger Bund unter dem Titel “Erster Schlagabtausch…” von der ersten Verhandlungsrunde für die Ärzte mit TV-Ärzte/ VKA. Im zweiten Absatz wird der Verhandlungsführer Rolf Lübke wie folgt zitiert:

“Wir haben den Arbeitgebern deutlich gemacht, dass wir substanzielle Verbesserungen bei den Gehältern und Arbeitszeitregelungen erwarten, ohne die ein Kompromiss nicht vorstellbar ist.”

Nun ist es ein alter Hut, dass die Ärzt*innen grundsätzlich immer mehr Geld haben wollen und langsam sieht sich kaum ein Mensch noch in der Lage, die immer neuen Gehaltsforderungen einfach so zu akzeptieren. Übrigens auch ich als junger Arzt nicht, vor allem weil ich die Arbeitsbedingungen und -zeiten für das viel größere Problem, als meinen Kontostand halte. Die folgenden Forderungen des Marburger Bundes in dieser Verhandlungsrunde offenbaren meiner Meinung nach das enorme Problem, vor allem auch auf Seiten der Gewerkschaft:

[…] – praxisgerechte Bereinigung der Voraussetzungen zur Überschreitung der täglichen Höchstarbeitszeit durch: (1) Einbindung des Betriebsarztes bei der Einführung von Arbeitszeitmodellen, welche die Überschreitung der täglichen Höchstarbeitszeit vorsehen (Sicherstellung des Gesundheitsschutzes); (2) Regelung der Überschreitung der täglichen Höchstarbeitszeitgrenze für alle Bereitschaftsdienststufen einheitlich und direkt im Tarifvertrag; […] (4) Sicherstellung, dass innerhalb eines 24-Stunden-Bereitschaftsdienstes an Wochenenden und Feiertagen nicht mehr als 49 Prozent Arbeitsleistung anfallen; (5) Reduzierung der wöchentlichen Höchstarbeitszeitgrenze; (6) Erhöhung des Tabellenentgelds um 400 Euro monatlich für die individuell zu erklärende Bereitschaft zur Überschreitung der 48-Stunden-Grenze (Opt-Out); […]

Um es kurz zusammenzufassen: Die Gewerkschaft der Ärzt*innen setzt sich nicht dafür ein, dass die tägliche Höchstarbeitszeit nicht mehr überschritten werden darf. Wieso auch, das ist vermutlich nur ein plakativer Titel… Sondern dafür, dass diese Situation in den Tarifverträgen geregelt wird und eine entsprechende Entlohnung stattfindet. Im weiteren Text wird noch erklärt, dass dies vor allem auch dazu dienen soll es den Arbeitgebern unattraktiv zu machen Routinetätigkeiten in den Bereitschaftsdienst zu verlagern, weil dies so unwirtschaftlicher werden würde. Das halte ich zwar grundsätzlich für richtig, bin aber trotzdem ziemlich erstaunt darüber… Denn es handelt sich ganz offenkundig um keine Regelung für Ausnahmefälle, sondern um eine “praxisgerechte Bereinigung der Voraussetzungen”, was heißt: Dieser in meinen Augen untragbare Zustand wird von der Gewerkschaft grundsätzlich akzeptiert.

Es scheint den Verhandlungsführern wichtiger zu sein finanzielle Aspekte zu regeln, als dafür Sorge zu Tragen, dass ganz simple arbeitsrechtliche Dinge wie z.B. die tägliche Höchstarbeitszeit nicht regelhaft überschritten werden. Ich kann das langsam echt nicht mehr Verstehen, was nützt mir alles Geld der Welt wenn ich immer wieder meine Arbeitszeit um ein vielfaches überschreite und die entsprechende Mehrbelastung ertragen muss?

Es wird meiner Meinung nach dringend Zeit, dass der Marburger Bund seinen Fokus weg vom Geld, hin zu den eigentlichen Arbeitsbedingungen verschiebt.

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ELF Piraten | Gebloggt über meine Hospitation

Übrigens habe ich zu meiner Hospitation bei der ELF Piraten Fraktion in Frankfurt zwei Beiträge in deren Blog verfasst, auf die ich hier an dieser Stelle hinweisen möchte. Das sind Tag 1 – There is no place like 127.0.0.1 und Tag 2 bis 6 – ALL your Fraktion are belong to us. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. Oder so. 😉

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Hospitation ELF-Piraten

Ab jetzt bin ich übrigens als Hospitant bei der Fraktion der ELF-Piraten, um das alltägliche Geschäft der Politik kennen zulernen und zu sehen, ob das wirklich was für mich ist. Und nebenbei auch mal um Kaffee zu kochen, oder die Post zu holen. 😉

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Healthy Tuesday – Vorbereitung auf Prüfungen

Die Sara hat in ihrem Blog den “Healty Tuesday” ausgerufen und heute einen Beitrag mit Tipps Zur Prüfungsvorbereitung gepostet. Weil ich die Idee total gut finde – und vor nicht allzu langer Zeit selbst mein Staatsexamen hinter mich gebracht habe – hier auch noch ein paar Tipps von mir.

Inhalte auswählen

Es ist wichtig, sich erstmal einen Überblick von den möglichen Inhalten der Prüfung(en) zu verschaffen. Es geht dabei nicht nur darum, festzustellen was man theoretisch alles für die Prüfungen lernen müsste, sondern auch einzuschätzen wie viel Aufwand welches Thema erfordert und wie groß der zu erwartende Nutzen sein würde. Denn es macht wenig Sinn, viel Zeit und Mühe in das lernen eines Themas zu investieren, was in der Prüfung nur einen winzigen Anteil hat. Das gilt insbesondere für Prüfungen, große Themengebiete (z.B. Anatomie) oder mehrere Fächer auf einmal enthalten. Außerdem gilt es die Nachhaltigkeit des gelernten Wissens der Prüfung einzuschätzen, gerade bei den Grundlagenfächern wie Anatomie, Biochemie und Physiologie empfiehlt es sich Inhalte auf Verständnis zu lernen – bei den kleinen bzw. Nebenfächern kann man sich aber auch gezielt mit Altklausuren, etc. nur auf die jeweilige Prüfung vorbereiten. Man kann niemals alles verstanden haben und – so ist zumindest meine persönliche Erfahrung – gelegentlich ist zu viel Wissen auch hinderlich in den Prüfungen.

Angenehme Atmosphäre schaffen

Wenn man sich überlegt hat, was man tatsächlich – und in welcher Intensität – lernen will, dann gilt es sich die jeweils am besten passende Arbeitsumgebung zu schaffen. Mancher Mensch lernt am besten aus ausführlichen Lehrbüchern in der Bibliothek, andere Menschen mit den Vorlesungsfolien, eigenen Notizen am heimischen Schreibtisch nach Mitternacht. Die Situation muss nur für einen selbst optimal gewählt sein, weswegen es wenig Sinn macht, sich dabei nach anderen zu richten. Aber: Es ist wichtig, sich mit mehreren Sinne mit den Inhalten zu beschäftigen, einfach nur lesen reicht nicht aus. Man kann Mindmaps malen, Notizbücher vollkritzeln, sich selbst Sachen vorsprechen, Post-Its in der Wohnung verteilen, aus Knete oder Lego Dinge basteln. Die Möglichkeiten sind unendlich groß, entscheidend ist die Abwechslung. Nichts ist schrecklicher als eintöniges lernen, deshalb: Wenn man gefühlt nicht so richtig weiterkommt, einfach den Mut haben etwas zu verändern und ausprobieren ob es dann besser klappt. Es gibt keinen perfekten Weg.

Ausgleich schaffen

Und mindestens ebenso wichtig ist es, das “drumherum” gut zu gestalten. Das heißt zum einen braucht es einen Ausgleich neben dem Lernen. Das kann sein gemeinsam mit anderen Menschen in regelmäßigen Pausen einen Kaffee in der Bibliothek trinken gehen, oder sich alleine die Füße zu vertreten. Entscheidend ist dabei, den Kopf frei zu kriegen und nicht nur über die Prüfung nachzudenken, im Sommer kann man sich auch einfach nur mal in die Sonne raussetzen. Ansonsten ist alles erlaubt: von Wohnung putzen über Sport (z.B. Joggen oder Schwimmen), bis hin zu Bücher lesen, etwas Malen oder auch mal ein entspannendes Bad nehmen. Wenn man das nicht alleine machen will, empfiehlt es sich das gemeinsam mit einem Menschen zu tun, der/ die nichts mit der Prüfung zu tun hat. Und ganz wichtig: Wenn einem der Kopf platzt, alles stehen und liegen lassen und etwas anderes machen. Sich mit Gewalt dazu zwingen, etwas zu lernen klappt einfach nicht. Zum Ausgleich gehört übrigens auch ausreichend viel Schlaf, denn der ist wichtig um das gelernte in seinem Kopf sortieren zu können und auch um sich von der anstrengenden Zeit erholen zu können! Am Besten nimmt man sich feste Zeiten vor, zu denen man mit einem Ritual ins Bett geht und versucht sich zu entspannen… irgendwann kommt der Schlaf. Zur Not kann man auch noch etwas Lesen, oder ein Hörspiel anhören. Allerdings nichts, was den Geist anstrengt!

Ansonsten darf man sich in der Vorbereitungszeit zu Prüfungen auch ruhig mal was gönnen, insbesondere was das Essen angeht. Selbst wenn man das nicht möchte, sollte man darauf achten sich einigermaßen ausgewogen zu ernähren, denn mit hungrigem Magen lernt es sich schlecht. Ganz toll sind Obst, Gemüse in allen erdenklichen Variationen. Wobei natürlich auch – gerade während des eigentlichen Lernens – Süßigkeiten völlig okay und erlaubt sind. Falls man sich da etwas “zähmen” möchte, kann man sich die Süßigkeiten auch prima als kleine Belohnungen für erfolgreiches Lernen (z.B. nach jedem geschafften Kapitel, etc.) einteilen. Nicht zu unterschätzen ist übrigens das Trinken, es ist wichtig ausreichend viel zu trinken, auch wenn es einen dann vielleicht eher aufs Klo treibt. Und nur Kaffee, Red Bull und Cola zählen hier nicht… 😉 Wobei auch das natürlich relativ ist… Es nützt nichts, ausgerechnet in der Vorbereitung einer Prüfung anders machen zu wollen.

Um das wichtigste in einem Satz zu sagen: Wenn man schon lernen muss, dann sollte man das drumherum möglichst angenehm gestalten, dass trägt nämlich viel zum Erfolg bei.

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Ich im Gespräch mit Listenkandidaten zur Bundestagswahl

Ich war gestern zu Gast bei @Seb666 und @alibi_ranch, die ein Gespräch mit Listenkandidaten zur Bundestagswahl 2013 unter dem Titel #MdBinSpe veranstaltet haben.

Zusammen mit Bernhard Kern und Thorsten Wirth habe ich Platz genommen auf einem gemütlichen Sofa und wir haben Fragen rund um unsere Kandidaturen beantwortet und über Politik und Piraten geredet. Und das Ergebnis davon kann ab sofort und zeitsouverän bei Youtube angesehen werden.

An dieser Stelle auch nochein herzlichstes Dankeschön an Seb und Lara für diese Möglichkeit, sowie meinen Gesprächspartnern Bernhard und Thorsten. :-)

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Kandidatur für die Landesliste zur Bundestagswahl

Wie soll ich sagen… nach meiner mündlichen Prüfung des Examens Mitte Dezember habe ich viel nachgedacht… über die Zukunft und vor allem auch darüber Wo und Wie und als Was ich später mal arbeiten will.

Nun bin ich aber auch ein politischer Mensch, der seit einiger Zeit das große Verlangen verspürt, für die PIRATEN Politik zu gestalten. Was liegt da also näher, als die – sich mir nun am Übergang von Studiums ins Berufsleben bietende Chance – dafür nutzen, nochmal “was ganz anderes” zu machen?

Und genau darum kandidiere ich für einen Listenplatz zur Bundestagswahl 2013 im Landesverband Hessen der PIRATEN. Mal sehen, wohin das führt! 😉

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