Tagged: Medizinstudium

Nachdenken

Tja. Nun bin ich also Arzt, was eine seltsame Sache ist, denn was das bedeutet habe ich noch nicht so wirklich kapiert. Aber ausgehend von den Reaktionen darauf und den vielen Glückwünschen, muss es wohl etwas ganz tolles sein. Aus meiner Perspektive bin ich einfach nur dem durch das Studium vorgezeichneten Weg gefolgt und nun am Ende des Weges angekommen. Und damit beginnt nun – also nachdem ich mich diverse Male hab feiern lassen – eine wirklich spannende Zeit. Sozusagen der Ernst des Lebens. Was mir noch ziemlich unheimlich ist. Natürlich war mir immer klar, dass dies auf mich zukommen würde. Aber musste es schon jetzt sein? 😉

Einerseits war das Leben als Student echt schön. Vor allem wegen des selbstbestimmten Lebens. Im Grunde konnte ich tun was und wann ich wollte. Und wenn ich keine Lust auf das Seminar hatte, bin ich entweder einfach nicht hingegangen oder habe es bei einem anderen Termin besucht. Nicht das ich dies wirklich oft gemacht hätte, aber ich hatte die Freiheit mir meine Zeit einigermaßen frei einteilen zu können. Und dadurch hatte ich nicht zuletzt auch immer Freiraum, den ich für alle möglichen Dinge, Hobbies oder auch nur zum Prokrastinieren nutzen konnte. Zeit zu haben, war ein echtes Privileg.

Anderseits wartet nun das Berufsleben auf mich. Ich bekomme die Chance das zu tun, was ich seit vielen Jahren wollte, auch wenn mir vor der vielen Verantwortung und der Arbeitsbelastung graut. Denn obwohl ich wahnsinnig viel Zeug gelernt (und wieder vergessen) habe, es fühlt sich nicht so an, als wäre ich schon bereit für den nächsten Schritt. Was nicht heißen soll, dass mein Studium schlecht gewesen wäre. Aber nicht ohne Grund warten nun mindestens 5 weitere Jahre Ausbildung auf mich, denn es reicht für einen Arzt einfach nicht aus, nur eine Menge theoretisches Wissen in seinem Kopf zu haben. Und natürlich ist es auch wirklich toll, endlich eigenes Geld zu verdienen und mein Leben auch finanziell in die eigenen Hände zu nehmen…

Es gibt jedenfalls echt viele Dinge über die ich derzeit nachdenke. Vieles davon ist echt theoretisch, denn es hängt alles von so vielen Faktoren ab, die ich nicht alle vorhersagen kann. Trotzdem schwirren einem Gedanken durch den Kopf…

Mache ich eigentlich das Richtige? Und woran erkenne ich das? Bin ich schon reif genug dafür, ein Arzt zu sein? Und was für ein Fach soll ich überhaupt wählen? […] Wie finde ich eine gute Stelle? Und in welchen Regionen will ich danach suchen? Was und wie wichtig sind mir alle möglichen Dinge, die man bei der Stellensuche berücksichtigen kann? Oder sollte? Muss?! Was muss ich alles noch erledigen, bevor es “endlich” losgehen kann? […] Wie bekomme ich mein sonstiges Leben mit dem zukünftigen Beruf vereint? […]

Wahrscheinlich wird mich die Realität einfach überholen und ich werde einen neuen Lebensabschnitt begonnen haben, bevor ich diese Fragen auch nur annähernd beantworten konnte. Es bleibt also spannend! 😉

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Ich gegen den zweiten Endgegner

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Morgen ist es also soweit, der zweite von zwei Endgegnern (umgangssprachlich auch Staatsexamen genannt) wartet auf mich. Diesmal ist es die mündliche Prüfung, des Hammerexamens. Ganz vielen Dank an alle da draußen, die mir für die nächsten zwei Tage ihre Daumen drücken wollen! Alles wird gut werden.

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Achivement unlocked: Erster Endgegner bezwungen

Also vor drei Tagen begann er also, mein Wettstreit mit dem IMPP. Ein Kampf rund um ein wenig nützliches, viel unnützes Detailwissen und die Kreuze (oder Striche) welche die Approbation als Arzt bedeuten. Und ich muss sagen, das IMPP hat meine Erwartungen deutlich übertroffen und ein Examen zum Haare raufen aus dem Hut gezaubert. Eine genaue Manöverkritik werden ich in den nächsten Tagen für den Panikcast, aufnehmen und dann hier verlinken.

Mein "Arbeitsplatz" der letzten Tage.

Und wie lief es denn nun? Sag schon!

Angetreten war ich mit dem einzigen Ziel, mehr als 60% der gestellten Fragen richtig zu beantworten um einigermaßen sicher bestehen zu können. Und ausgehend von den vorläufigen inoffiziellen Ergebnissen von Medi-Learn habe ich dieses Ziel… deutlich genug übertroffen um völlig entspannt bis zu den offiziellen Ergebnissen vom Landesprüfungsamt warten zu können.

tl;dr: Ich habe das schriftliche Examen bestanden.

Vielen herzlichen Dank, an alle Menschen, da draußen die mir ihre Daumen gedrückt, mit mir gelitten und mitgefiebert haben! Jetzt fehlt nur noch die mündliche Prüfung und ich bin fertig… PANIK!

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Ich gegen den ersten Endgegner

Morgen ist es also soweit, der erste von zwei Endgegnern (umgangssprachlich auch Staatsexamen genannt) wartet auf mich. Die sagenumwobene schriftliche Prüfung, des Hammerexamens – wir Mediziner stehen drauf, wenn es möglichst schwierig klingt.

Natürlich hätte man sich immer besser vorbereiten können, mehr und ausführlicher lernen können. Aber sich gezielt auf die Anforderungen der Prüfung vorzubereiten, wird bestimmt auch nicht geschadet haben. Und im Endeffekt ist es nur eine weitere Prüfung, auch wenn sie sich auf drei Tage erstreckt. Schaffbar ist sie, dass habe ich in meinen Probeexamina gemerkt. Ich werde mich einfach an meinen Plan halten, mein Bestes geben und hoffen es genügt um zu bestehen.

Ganz vielen herzlichsten Dank an alle da draußen, die mir für die nächsten drei Tage ihre Daumen drücken wollen! Alles wird gut werden.

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Angesichts des Grauens

  • Das Trio mit den Prüfungsfragen
  • Ausschnitt aus den Bildbeilagen
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Heute war ich beim Landesprüfungsamt und habe meine Ladung zum schriftlichen Examen abgeholt. Bei dieser Gelegenheit bekam ich von der freundlichen Mitarbeiterin ein paar “Materialien” mit, die ich euch nicht vorenthalten wollte.

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Panikcast | Das Kreuz ist rund und der Podcast dauert 30 Minuten

Endlich ist sie da, die erste richtige Episode des Panikcasts – sogar in voller Besetzung! Diese Episode musste wegen des Viertelfinalspiels Spanien gegen Portugal etwas kürzer ausfallen und trägt den wunderbaren Titel “Das Kreuz ist rund und der Podcast dauert 30 Minuten“. Aber ich denke, sie ist uns trotzdem ganz gut gelungen! :-)

Alles weitere, sprich die Audiodatei zum runterladen, den Feed zum abonnieren und die Kommentare zum Feedback geben, gibt es drüben im Blog des Panikcasts.

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Nullnummer des Panikcasts

Ich hatte die Idee, zusammen mit anderen Medizinstudierenden auf dem Weg zum Examen einen Podcast zu machen um die nahende Panik und den alltäglichen Wahnsinn vor dem Examen kompensieren zu können. Gesagt, getan…

Das Ergebnis ist die Nullnummer eines neuen Podcasts, die unter dem Titel “Das Thema, dessen Name nicht genannt werden darf” zu finden drüben im Blog des “Panikcast” Podcasts. Das Zuhause, oder auf dem iPod nachhören ist ausdrücklich erwünscht! :-)

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