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Safari im Wildlife Reserve – Garden Route

 Dieser Beitrag ist Teil 4 von 7 in der Serie Garden Route

Auf dem Weg in die Wildnis

Der Tag in Plettenberg Bay verlief mehr oder weniger unspektakulär, wir haben uns erstmal die Stadt angeschaut. Viel aufregendes war dabei nicht zu entdecken, es ist halt ein kleines Städtchen am Hügel über dem Wasser. Zwar nicht besonders schön, aber immerhin kann man von fast überall aus das Meer sehen! In einem Supermarkt haben wir uns mit dem Nötigsten eingedeckt und verbringen dann im schönen Garten des Hostels den Nachmittag mit ausruhen. Denn zum Abend hin gehen wir auf eine Safari.

Die Fahrt im Jeep ins Gelände

Die Fahrt im Jeep ins Gelände

Eine ganze Weile lang fahren wir über immer schmaler werdende Straßen, bis wir auf einem Feldweg enden. Zwar haben wir unterwegs etwas gezweifelt an der Geländegängigkeit unseres Autos, aber schlussendlich erreichen wir die Lodge des Plettenberg Game Reserves. Insbesondere ein Schild das uns vor Nashörnern auf dem Weg warnte, machte uns etwas skeptisch! Aber beim Aussteigen begrüßen uns dann erstmal ein paar neben dem Parkplatz grasende Zebras. Unser besonderes Glück: Wir zwei waren alleine mit einem Ranger unterwegs, hatten also quasi eine private Tour.

Der Erste Kontakt

Während der Ranger mit seinem Jeep – der sicherlich schon bessere Tage gesehen hatte – uns uns in das Gelände hinaus fuhr, fütterte er uns mit ein paar Fakten über das Gelände: mehr als 2200 Hektar Fläche, mehr als 35 Tierarten, die alle so frei und natürlich wie möglich leben sollen. Und noch während er uns davon erzählt, welche Tierarten einem hier so begegnen können, sehen wir – nach etlichen Zebras – das erste Nashorn. Mit dem Jeep fahren wir bis auf wenige Meter heran, schauen und hören dem Breitmaulnashorn beim friedlichen grasen zu. Und der Ranger erklärt uns nebenbei vieles rund um Nashörner.

Das grasende Breitmaulnashorn

Das grasende Breitmaulnashorn

Die Erklärungen des Rangers schaffen in uns einen gewissen Respekt vor diesem Tier, auch wenn es beim grasen nicht sehr bedrohlich wirkt. Das Horn wurde hier im Park abgetrennt um zu verhindern, dass dieses Tier innerhalb des Parks von Wilderern getötet wird – was schon vorgekommen ist. Die Fahrt geht weiter – vorbei an noch mehr Zebras – hin zu einem extra abgezäunten Bereich. Es sieht fast aus wie in Jurassic Parc, nur in der südafrikanischen Variante, die Tore hier werden vom Ranger von Hand bewegt. Hier wohnen allerdings keine Dinosaurier, sondern zwei Löwen. Immerhin. 😉

Der Löwe sonnt sich

Der Löwe sonnt sich

Im Gegensatz zu grade eben, ist der Ranger diesmal etwas angespannter. Er lässt auch deutlich mehr Abstand zu den beiden Löwen, die sich grade zu sonnen scheinen. Nachdem er sich mit einem Feuerlöscher bewaffnet hat – macht viel Krach und Nebel, tötet aber nicht – erklärt er uns einiges zu den Löwen. Wir sind total fasziniert von diesen Tieren, die trotz allem immer noch an Hauskatzen erinnern. Spüren aber auch die Gefahr: Spitze Zähne, scharfe Krallen und dann noch die Augen die uns sorgfältig gemustert hatten… Puh! Alleine für diese knapp 15 Minuten lange Begegnung hatte sich die Safari schon gelohnt.

Irgendwann musste ich eins fotografieren...

Irgendwann musste ich eins fotografieren...

Rückwärts fahren wir wieder zurück in das normale Gelände, die Löwen lassen wir zurück. Denn das Gelände ist nicht groß genug um die Löwen aus dem Bestand der restlichen Tiere zu ernähren, erklärt uns der Ranger auf dem weiteren Weg. Es ist ein wahnsinnig weitläufiges und beeindruckendes Gelände, man kommt sich als Gast vor, als wäre man wirklich mitten innerhalb der Wildnis. In mir kommt ein Afrikagefühl auf, wie aus dem Bilderbuch, oder aus Filmen wie Hatari!. Einfach nur schön… :-)

Irgendwelche Antilopen

Irgendwelche Antilopen

Neben den großen, jedem bekannten, Wildtieren gibt es hier auf dem Gelände noch eine Vielzahl von Antilopen. Es war schwer sich die vielen einzelnen Namen zu merken, noch dazu auf Englisch, aber unser Ranger erklärte uns immer wieder verschiedene interessante Details zu den Tieren. Da wir uns auf der letzten Tour des Tages befanden, und es sich langsam etwas abkühlte, waren die Tiere einigermaßen aktiv und es gab viel zu sehen. Auch wenn es schwer fällt, die Eindrücke abzulichten, denn die Tiere bewegen sich dafür zu viel und zu unberechenbar. Obwohl wir oft bis auf wenige Meter rankommen.

Gefährliche Schönheit

Eine unserer Beobachtungen, noch während dieser Tour, ist, dass einem die Gefahren der Wildnis meistens nicht auffallen. Wahrscheinlich eine völlig triviale Erkenntnis, die einem als europäischem Stadtmenschen aber nicht unbedingt bewusst ist. Markantes Beispiel dafür ist ein friedlich aussehendes Wasserloch, der Ranger stoppt den Jeep hier und wir sehen zunächst nur ein einzelnes Krokodil auf dem Gras liegen. Dann zeigt uns der Ranger weitere Krokodile, die hier überall rund um das Wasserloch und kaum sichtbar rumliegen. Allerdings sehen sie zwar gefährlich, aber nicht sonderlich aufmerksam aus.

Das Krokodil auf dem Weg ins Wasser

Das Krokodil auf dem Weg ins Wasser

Der Ranger wirft nun ein Stück Fleisch in die Nähe des Krokodils, doch es passiert erstmal nichts. Dann ganz plötzlich und ohne Vorwarnung schnappt sich das Krokodil erst das Fleisch, läuft dann zum Wasserloch und taucht unter. Einmal noch taucht es auf, wirft das Stück Fleisch in die Höhe und zerkaut es dann im Wasser weiter. Man kann sich mit Leichtigkeit ausmalen, was wohl passiert wenn ein Mensch durch das Schilf an einem Wasserloch streift und rein zufällig in die Nähe eines Krokodils gerät. Mit diesem Eindruck geht es nun weiter, durch einen kleinen Wald auf eine Anhöhe.

Afrikanische Büffel beim fressen

Afrikanische Büffel beim fressen

Oben auf dieser Anhöhe futtert eine Gruppe afrikanischer Büffel genüsslich das Gras. Ein wenig erinnern sie uns an einfache Kühe, wäre da nur nicht dieses riesige Horn. Dieses Horn, so erklärt uns der Ranger, kann nicht von einer Gewehrkugel durchschlagen werden. Und es wäre ein leichtes für einen einzelnen Büffel unseren Jeep aufzuschlitzen und umzuwerfen. Zum Glück bleibt uns das erspart, obwohl es mir auch hier wieder – Bambi-Syndrom sei dank – schwer fällt die Schönheit der Natur mit den mehr oder weniger verborgenen Gefahren unter einen Hut zu bringen.

Eine Giraffe guckt uns an

Eine Giraffe guckt uns an

Nach den Büffeln fahren wir einige Zeit scheinbar ziellos durch die Gegend und der Ranger bespricht sich über Funk mit seinen Kollegen. Er sucht ein bestimmtes Tier, eine Giraffe. Nun sollte man meinen, diese könnte sich dank ihrer Größe eher schlecht verstecken, aber es dauert sehr lange bis wir endlich eine gefunden haben. Wirklich beeindruckende Tiere, einfach nur Groß, die erstaunlich laut fressen. Wir hatten uns grade satt gesehen und wollen die Giraffe in Ruhe weiterfressen lassen, da läuft sie los. Und weil sie so groß ist, wirkt es fast wie in einer Zeitlupe. Atemberaubend… das hat mich echt fasziniert.

Der Rückweg zur Lodge

Nun befinden wir uns in einem großen Bogen auf dem Rückweg zur Lodge, wo unsere Safari begonnen hatte. Unterwegs begegnen wir noch einer Nashornmutter mit ihrem Kind, einer Herde Gnus, schon wieder ein paar Zebras. Schließlich erreichen wir einen kleinen Fluss, oder ein sehr langes Wasserloch, wie auch immer. Wir erfreuen uns grade wieder einmal an dem malerischen Anblick, da erklärt uns der Ranger das wir nun das gefährlichste Tier Afrikas vor uns haben. Nur ist keins zu sehen, bis uns der Ranger auf das Wasser hinweist. Dort kann man tatsächlich Teile des Kopfes von Flusspferden sehen.

Malerisches Flussbett

Malerisches Flussbett

Wieder einmal reingefallen! Außer den Ohren und ein paar Augen ist von den Flusspferden nicht viel zu sehen, dafür erzählt uns der Ranger umso mehr über das Leben und die Gefahren der Flusspferde. Wahrscheinlich würde man als ahnungsloser Mitteleuropäer kaum einen Tag auf sich alleine gestellt in der afrikanischen Wildniss überleben. Mit dieser Erkenntnis setzen wir unsere Fahrt vor, als plötzlich drei weitere Nashörner vor uns auf der Straße laufen. Sie bleiben nicht stehen, unser fahrender Jeep scheint sie anzutreiben.

Nun fahren wir durch das weitläufige Gelände zurück, während die Sonne langsam untergeht. Ein Anblick, der sich kaum beschreiben lässt und die Bilder geben leider auch nur den Hauch einer Idee… Und dann nach zwei oder drei Stunden, erreichen wir wieder die Lodge und verlassen den Jeep. Die gesamte Rückfahrt über sind wir zutiefst beeindruckt von den Eindrücken von der Safari. Die diversen Tiere, die man nur aus dem Fernsehn oder dem Zoo kannte, hatte man nun aus nächster Nähe sehen können.

Grade so vor dem Sonnenuntergang sind wir zurück in Plettenberg Bay, was nun – wie alle südafrikanischen Städte bei Nacht – im wesentlichen verlassen aussieht. Auf einen Tipp des Besitzers des Hostels hin kaufen wir uns noch eine wirklich leckere Pizza in der Nähe der Minitaxi-Stände. Zurück im Hostel haben wir noch kurz mit anderen Gästen gequatscht und sind dann todmüde ins Bett gefallen und eingeschlafen. Denn schon morgen wird es für uns weitergehen, auf der Garten Route!

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Knysna Elephant Park – Garden Route

 Dieser Beitrag ist Teil 3 von 7 in der Serie Garden Route

Die Elefanten kommen

Nach dem anstrengenden gestrigen Tag – am Abend gab es am Hostel noch einen Braai, entsprechend spät ging es erst ins Bett – gehen wir es heute langsam an. Erstmal gemütlich etwas vom Buffet frühstücken, dabei entspannt auf der Terrasse sitzen und den anderen Gästen beim packen zusehen. Denn unser Plan für den Tag steht bereits: Wir fahren weiter von Knysna nach Plettenberg Bay und werden auf dem Weg halt machen im Knysna Elephant Park. Schnell packen wir unsere Sachen, bedanken uns kurz bei der freundlichen Besitzerin des Hostels und fahren dann langsam los.

Fahrt zu den Elefanten

Die Fahrt zu den Elefanten

Nach knapp 20 Minuten Autofahrt auf der N2 durch Waldgebiete und vereinzelte Siedlungen biegen wir ab, auf eine sehr sandige Schotterpiste. Es dauert nicht lange und wir kommen an einem Parkplatz an, der von einigen großen Hallen, kleineren Gebäuden und vielen Bäumen flankiert wird. Im Besucherzentrum kaufen wir uns Eintrittskarten, betrachten dann – während einer kurzen Wartezeit auf die nächste Tour – die ausgestellten Exponate: Knochen, Fotos & Modelle. Dann geht es los, erst sehen wir einen Film zur Einführung, steigen dann in offene Wagen mit Sitzbänken, die und fahren von einem Traktor gezogen raus in das Freigelände.

Die Elefanten kommen

Die Elefanten kommen

Es dauert eine Weile, bis wir die ersten Elefanten zu Gesicht bekommen. Denn sie können sich in dem 60 Hektar großen Gelände frei bewegen. Ein wenig irritiert beobachten wir, dass sich die Elefanten freiwillig hinter einem der im Gelände aufstellten Metallgeländer versammelten. Denn man konnte man klar sehen, dass sie von keinem der Guides dorthin getrieben wurden. Dort angekommen stiegen wir aus, erhielten noch ein paar Sicherheitshinweise und durften uns dann – fast wie die Elefanten – mit etwas Abstand entlang des Geländers aufstellen. Denn nun sollten wir die Elefanten füttern.

Elefanten füttern

Und so füttert man Elefanten

Eigens für diese Fütterung hatten wir kleine weiße Plastikeimer dabei, gefüllt verschiedenem in großzügige Stücke zerteilten Grünzeug. Davon nimmt man nun z.B. ein Stück Kürbis in die Hand, der Elefant sieht das und hält einem den Rüssel hin – der dabei eine elegante Drehung um die eigene Achse vollzieht – und legt ihm das Stück in die Öffnung des Rüssels. Aber natürlich hat so ein Rüssel zwei Löcher, deswegen besteht der Elefant auch mit Nachdruck darauf, noch ein zweites Stück zu erhalten. Sobald der Elefant zufriedengestellt ist, führt er den Rüssel zum Mund und verspeist das Grünzeug. Lecker!

Wanderung zum Wasserloch

Irgendwann sind alle Plastikeimer leer, die Elefanten bemerken das relativ schnell und wenden sich daher gelangweilt von uns ab. Und nicht nur das, sie bewegen sich sogar weg von uns und zurück zu einem kleinen Wasserloch. Unsere Tour ist noch nicht vorbei, die Guides teilen uns in kleinere Gruppen auf und anschließend laufen wir den Elefanten zum Wasserloch hinterher. Auf dem Weg dorthin erklärt unser Guide, die Elefanten wären nicht im Park dressiert worden, sondern hätten selbst gelernt die Gäste des Parks als ihre Futterquelle zu nutzen. Darum kamen sie freiwillig zum Metallgeländer.

Elefanten am Wasserloch

Die Elefanten vergnügen sich am Wasserloch

Am Wasserloch angekommen, dürfen wir hautnah dabei zusehen, wie sich die Elefanten entweder mit Schlamm bespritzen, oder sich gerne auch darin wälzen. Es ist einfach nur schön, diesen riesigen Tiere dabei zuzusehen. Um schöne Fotos machen zu können, dürfen wir zu zweit auch noch näher an die Elefanten herangehen – bis auf zwei oder drei Meter. Nebenbei erklärt unser Guide ein paar Dinge zur Geschichte und zum Konzept des Parks: Hier werden Elefanten die anderswo nicht mehr gehalten werden können, z.B. aus dem Krüger-Nationalpark aufgenommen und dürfen hier den Rest ihres Lebens verbringen.

Elefanten am Wasserloch

Die Elefanten vergnügen sich am Wasserloch

Insgesamt leben hier aktuell 12 Elefanten, die meisten davon Waisenkinder, von denen derzeit neun als eine Herde gemeinsam frei auf dem Gelände herumlaufen können. Nur die drei ausgewachsenen Bullen müssen einzeln gehalten werden. Der Guide erzählt uns dann ein paar Fakten über die einzelnen Elefanten, z.B. das die Leitkuh der Herde 22 Jahre alt ist und die beiden Jüngsten erst 3 Jahre. Während er uns dies erzählt, dürfen wir dabei zusehen wie die beiden “Babys” miteinander spielen. Voreinander stehend reiben sie die Köpfe und Rüssel aneinander. Wirklich süß, dieser Anblick!

Spielende Jungelefanten

Die Jungelefanten spielen miteinander

Überhaupt ist es faszinierend in der Nähe dieser Tiere zu sein. Sie wirken so groß und stark, aber gleichzeitig auch verletzlich. Außerdem hinterlassen die Elefanten einen sehr intelligenten Eindruck, nicht nur bei dem Versuch den Besuchen Futter zu entlocken. Es ist schwer in Worte zu fassen, wahrscheinlich muss man es erlebt haben. Jedenfalls erscheinen mir in diesem Moment Zoos total überflüssig, da sie die Tiere viel mehr einschränken – wenngleich ich auch Probleme damit habe den Elefanten hier in diesem Park so nahe zu kommen, vielleicht auch grade weil die Tiere total zahm sind.

Auf Tuchfühlung gehen

Und schließlich, quasi als Krönung dieser Tour, bekommen wir die Gelegenheit die Elefanten zu streicheln. Wobei es eher so ist, dass die “Babys” fressend durch das Gras laufen und sich nicht durch uns Menschen stören lassen. Sie stehen ganz ruhig da, rupfen mit ihrem Rüssel Gras aus dem Boden, stecken es sich ins Maul und kauen – wir stehen ein wenig ehrfürchtig vor dem Elefanten und versuchen ihn ganz vorsichtig am Kopf zu streicheln. Von außen betrachtet muss das ziemlich dämlich aussehen, aber in der Situation selbst siegt der Egoismus und das Interesse an den Tieren.

Elefanten streicheln

Ich streichle die Stirn eines Elefanten

So ein Elefant fühlt sich übrigens meiner Meinung nach ein wenig so an wie Moos. Jedenfalls haben sie viele weiche bis borstige Haare, die teilweise noch leicht feucht sind vom Schlamm aus dem Wasserloch. Während wir direkt neben den Tieren stehen erklärt uns der Guide etwas über die Unterschiede der verschiedenen Elefantenarten. Plötzlich spüre ich wie sich etwas nasskaltes an meine Schulter drückt, ich drehe mich erschreckt um und stelle fest: Der andere kleine Elefant hat mich grade angerempelt. Aber außer einem großen Schlammfleck an meinem T-Shirt ist zum Glück nichts weiter passiert.

Ankommen in Plett

Leider findet die Tour bald ihr Ende, da die nächste Gruppe Besucher im Anmarsch ist. Deutlich bevor wir den Traktor gehört haben, hatten die Elefanten ihn schon bemerkt und liefen wieder zurück in Richtung Metallgeländer. Damit bleibt uns leider wenig anderes übrig, als zurück zum Besucherzentrum zu fahren. Dort werden wir standesgemäß am Restaurant abgesetzt, direkt vor dessen Eingang stehen ein paar Waschbecken – echt praktisch! Nachdem wir uns den Weg durch den Geschenkeladen gekämpft hatten, steigen wir wieder in unser Auto und fahren weiter, in Richtung Plettenberg Bay.

Palmen im Hostel

Blick aus dem Dorm auf die Palmen am Hostel

Es ist etwas schwierig unser Hostel zu finden, aber es gelingt uns besser als erwartet. Das “AmaKaya BackPackers” liegt ziemlich nahe am Zentrum und direkt am Minibus-Stand, weswegen in der Nähe einiges los ist. Das merkt man zum einen am Umgebungslärm und zum anderen daran, dass dieses Hostel von einer hohe Mauer mit Elektrozaun umgeben ist und man einen Code bekommt um das automatische Tor selbstständig öffnen zu können. Für den Abend haben wir bereits einen Plan, nachdem wir einmal in die Stadt geschaut haben, wollen wir noch eine Safari unternehmen. Dazu dann im nächsten Beitrag mehr.

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Studieren mit Hund. Wie ist das?

“Wie ist das eigentlich, wenn man ein Haustier z.B. einen Hund hat und dann das Elternhaus verlässt um Studieren zu gehen?”

Machbar, aber aufwändig und zeitraubend.

Wenn man als Mensch primär die Verantwortung für ein Tier übernommen hat, dann ist es eine logische Konsequenz, das ein dieses Lebewesen auch in die Lebensphase “Studium” begleitet. Und man hat selbstverständlich dafür Sorge zu tragen, den Bedürfnissen des Tieres auch im Alltag gerecht zu werden. Das Tier hat sich das Studium seines Besitzers nicht ausgesucht und genießt das Gewohnheitsrecht, denn es war “vorher” schon da. Daher es verdient die Berücksichtigung bei allen Plänen, die einen Einschnitt im Leben darstellen.

Natürlich hat man eigentlich andere Sorgen und entdeckt z.B. die Freiheit der Eigenständigkeit. Da sind Verpflichtungen – wie z.B. ein Tier – nicht unbedingt so gewünscht, aber ein Tier ist kein Spielzeug das man einfach mal beiseitelegen könnte. Wobei es natürlich einen Unterschied macht, welches Tier man sein eigen nennt: Fische, oder Vögel machen weniger Aufwand als Nagetiere, Katzen dagegen etwas mehr und Hunde wohl am meisten. Behaupte ich jetzt einfach mal.

Mein Alltag wird durch eine Hündin bereichert, womit ich mich (ungewollt ;)) in meiner Auflistung in die Königskategorie einordne. Denn Hunde verlangen meiner Meinung nach mehr Zeit, als andere Haustiere: Sie wollen regelmäßig ausgeführt werden, was bedeutet das man mehrmals am Tag für 30 bis 90 Minuten das Haus verlässt. Diese Zeit widmet man ganz dem Tier, auch bei Regen, oder Schnee. Meistens stellt es eine willkommene Abwechslung im Alltag da um den Kopf frei zu kriegen – gelegentlich nervt es aber auch.

Eine wichtige Erkenntnis, die man als studierender Hundebesitzer schnell bemerkt ist: Ohne Hilfe geht es nicht. Man benötigt ein möglicht weit gespanntes Netz aus zwei Typen von Menschen: einerseits Leuten die bereit sind Hundesitter zu spielen, oder die andererseits bereit sind den Hund als Begleitung zu akzeptieren. Verständlicherweise möchte nicht jeder das mich der Hund begleitet, unabhängig davon ob es um einen Spieleabend, oder eine Lerngruppe geht. Man muss also vorausplanen.

Letztendlich das wichtigste überhaupt: Man benötigt einen Plan. Wann habe ich Uni, Sport, etc.? Wann muss ich mit dem Hund raus und wann kann ich nicht? Und wer kann dann? Und wenn wir weggehen, wo kann der Hund mit und was muss ich dabei ggf. beachten? Aber dafür genießt man auch viele Vorteile: Man kommt an die frische Luft, lernt schnell andere Hundebesitzer kennen, hat (sofern der Hund das mag) immer jemanden zum kuscheln und aufmuntern, u.v.m….

Letztendlich ist das alles gut machbar, geht allerdings deutlich zu lasten der Spontanität. Aber das ist wohl ein allgemeines Merkmal von “Verantwortung übernehmen”.

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